CCSVI - Multiple Sklerose (MS) Operationen
Chronische cerebro-spinale venöse Insuffizienz (CCSVI) wurde zuerst 2008 von Dr. Paolo Zamboni beschrieben, und die erste internationale Fachtagung dazu fand 2009 in Bologna, Italien, statt.
Der italienische Gefäßchirurg Paolo Zamboni und sein Forscherteam führten eine Studie zu anomalen Flußverhältnissen in den Venen durch, die das Blut aus dem Gehirn zum Herzen ableiten. Diese Studie hob eine anomal hohe Eisenkonzentration in Basalganglien und Thalamus hervor. Als Ursache dafür werden durch exzessive Scherkräfte verursachte Rückflüsse im venösen System angenommen.
"“Im Verlauf der letzten Jahre haben immer mehr Forscher die erhöhten Eisengehalte in Basalganglien und Thalamus im Rahmen der MS nachgewiesen bzw. zur Kenntnis genommen. Diese Beobachtungen legen eine venöse Schädigung nahe. Eine Venenabhängigkeit der MS war speziell durch Putnam in den 1930er Jahren, aber auch schon lange zuvor und dann erneut 1964 von Fog gezeigt worden. Darauf folgte das jahrzehntelange Bemühen Schellings, Menschen vom Schädigungspotential bestimmter Abweichungen im venösen Blutfluß zu überzeugen. Indessen deuten neuere, von Paolo Zamboni und seinem Team erbrachte Daten darauf hin, daß MS durch eine chronische cerebro-spinale venöse Insuffizienz (CCSVI) verursacht werden könnte. Möglicherweise bewirken exzessive Steigerungen venös bedingter Scherkräfte eine biologische Reaktion, die sich unter dem klinischen Bild einer MS manifestiert (siehe z.B. die Arbeit von John Bergan). So ist in der Tat schlüssig zu erklären, weshalb bei MS das gesamte Gehirn - oder auch nur eine Großhirnhemisphäre - betroffen ist, die Schädigung entgegen der normalen Strömungsrichtung entlang bestimmter Venen voranschreitet, und warum dieser Prozeß vom Ventrikelufer aus ins Gebiet der Venen des Marklagers hinausgreift.“
Etwa zehn Jahre zuvor hatte Dr. Zamboni solche Eisenablagerungen bei seiner Frau Elena festgestellt. Die Symptome ihrer MS wichen, nachdem er eine Verengung im venösen System behoben hatte.
Die Weitung von Venen erfolgt mittels einer erprobten Prozedur, bei der ein Katheter in das Gefäßsystem geschoben wird. Die blockierte Stelle wird durch Ballondilatation geweitet.
Wenn es zu einer erneuten Blockade kommt (Re-Stenosis), wird oft ein Stent eingesetzt. Im allgemeinen sind dies relativ risikofreie Operationen.
Es handelt sich um lang erprobte Verfahren. Jedoch liegt auch ein konkreter Bericht über die Verlagerung eines Stents vor, was eine Operation am offenen Herzen erforderte. Ein anderer Patient starb geraume Zeit nach Einsetzen eines Stents an innerer Blutung. Die genaue Ursache ist nicht geklärt. Auch „relativ risikofreie“ Operationen können im extremsten Fall den Tod bedeuten.
Seit ihrer Operation hatte Zambonis Frau keine Schübe mehr. Die Ergebnisse der darauf folgenden Studie versetzten die medizinische Welt in Aufruhr..
"Das Multiple Sclerosis Resource Centre (MSRC) wird von den vorläufigen Ergebnissen der Arbeit Dr. Paolo Zambonis sehr ermutigt. Ohne Zweifel verdient dieses Feld erheblich mehr an Untersuchung. Es wäre ein völlig neuer Forschungsansatz bezüglich MS, der, wenn er sich als bedeutsam herausstellt, zu einem Umbruch der Auffassung von den mit dieser Krankheit verbundenen Vorgängen führte. Die Studie hat bereits großes Interesse erregt, und das MSRC wird weiterhin über alle Entwicklungen in diesem sehr wichtigen Bereich informieren. Das MSRC erwartet die Ergebnisse der gegenwärtig stattfindenden weiteren Studien und hofft, daß sie die Befunde Dr. Zambonis bestätigen werden.“ - Helen Yates, Vorstandsvorsitzende der MSRC
CCSVI und Multiple Sklerose
Dieses kurze Video veranschaulicht Venenblockaden bei einer mit Multipler Sklerose verbundenen CCSVI, sowie die entsprechende Diagnostik und Behandlung.
Eine wachsende Anzahl führender medizinischer Fachleute werden durch Professor Zambonis CCSVI-Forschung zum Handeln angeregt.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen einer einfachen Behandlung von MS
Der Markt für Multiple Sklerose (MS) hat einen geschätzten Wert von über 8 Milliarden Dollar. Die Nachricht von einer simplen – aber revolutionären – Herangehensweise macht die Pharmaindustrie nervös. Falls Dr. Zambonis Durchbruch sich als Schlüssel zur erfolgreichen Bekämpfung von MS erweist, würden von den finanziellen Auswirkungen nicht alle profitieren.
Verhindert Geld die Heilung von MS?
Die Weltgesundheitsorganisation schätzte die Zahl der von MS-Betroffenen auf über 2,5 Millionen. Die vergleichsweise einfache Prozedur könnte sich als eine höchst effektive, arzneimittelfreie und langfristige Lösung erweisen. Die Lebensqualität von 2,5 Millionen Menschen – meine Schwester eingeschlossen – hängt vom Erfolg oder Scheitern dieser neuen Methode ab. Amerikanische Medien scheinen die Möglichkeit einer kostengünstigen Heilung von MS heruntergespielt zu haben.
Skeptiker der CCSVI-Behandlung sind herausgefordert
Dr. Zamboni ist trotz intensiver Prüfung seiner Ergebnisse durch Skeptiker fest geblieben. Seine Resultate sprechen für sich selbst. Es gibt ein regelmäßig aktualisiertes Forum, das sich mit der weiteren Entwicklung jener Menschen befaßt, die sich bereits einer CCSVI-Behandlung unterzogen haben. Dr. Zamboni behauptet nicht, eine der größten jemals auf medizinischem Gebiet stattgefundenen Entdeckungen gemacht zu haben. Er fordert seine Skeptiker lediglich auf, einen Irrtum nachzuweisen - oder aber seine Forschungen mit neu orientierten Forschungsanstrengungen weiter voranzutreiben.
Was können wir tun?
Dr. Zamboni hat sehr belastbare Befunde dafür geliefert, daß eine erfolgreiche Behandlung möglich sein könnte. Das wird zögerlich aufgenommen, aber je mehr Menschen sich mit der gegenwärtigen Entwicklung befassen, umso mehr Schwung erhält diese Vision.
Alles was wir tun können ist, Fakten zur Kenntnis zu nehmen, wie sie von jenen Menschen berichtet werden, die von Dr. Zambonis Forschung profitierten. Die erste zu nehmende Hürde ist eine Untersuchung auf CCSVI, die gegenwärtig nicht leicht zugänglich ist.
Wir müssen vor allem für eine allgemeinere Aufmerksamkeit sorgen. Betroffene „Blogger“ sollten das Thema im Rampenlicht halten bis diese chirurgische Behandlung Routine geworden ist. Dr. Paolo Zambonis Hypothese bedeutet auch, daß jede Verzögerung einer Behandlung nur zu einer Verschlechterung der Situation von Erkrankten führt.
Allen an MS Leidenden muß die Möglichkeit zur Wahrnehmung dieser überwältigenden Fakten gegeben werden. Wenn Du, ein Mitglied Deiner Familie, oder irgend jemand sonst von MS betroffen ist: Jetzt ist der Zeitpunkt, die Stimme zu erheben. Macht auf die Möglichkeit aufmerksam, auf der hier verlinkten Website den Fortschritt zu verfolgen, den pionierhafte CCSVI-Operierte machen.
(Eine deutsche Website mit einem ähnlichen Projekt: CCSVI-Patientenberichte)
Hier ist ein sehr guter Blog von einem Betroffenen zu CCSVI-Befunden.
Diese Gruppe in 'facebook' bezüglich CCSVI sollte nicht übersehen werden. Hier erfährt man Neuigkeiten, sobald sie geschehen. Die Situation erfordert Handeln – nicht im nächsten Monat oder nächsten Jahr, sondern jetzt.
Hier ist ein weiterer Blog, den Ginger McQueen kürzlich gestartet hat. Ihre Geschichte muß gehört werden: MS, CCSVI, Liberation Surgery & Me.
Einer der führenden Herzchirurgen Nordirlands unterzog sich zwei Mal einer CCSVI-Behandlung. Er ist als einer der größten Befürworter Dr. Zambonis bekannt.
Bei einer Diagnose von CCSVI auch zu deren Behebung zu schreiten scheint der einzig schlüssige Weg zu sein. Solches muß jetzt allgemein getan werden. Der Zusammenhang zwischen CCSVI und MS mag im Laufe der Zeit näher durchleuchtet werden. Aber MS ist eine fortschreitende Erkrankung und wartet nicht so lange. Untersuchungen und Behandlungen sollten nicht weiter verzögert werden.
Behebt die erkannten Blockaden. Wir wissen, daß sie hier nicht sein sollten: also behebt sie einfach. Die hohe Rate an Blockaden bei MS-Kranken steht in Zusammenhang zu dieser Krankheit. Warum werden nicht einfach alle 2,5 Millionen MS-Erkrankten untersucht und deren Blockaden behandelt? Weshalb nicht? Man könnte Milliarden an Dollar sparen, die für Medikamente ausgegeben werden, die bestenfalls eine Progression der Erkrankung verlangsamen.
Das mit der Operation verbundene Risiko wäre jeder der MS-Betroffenen, mit denen ich sprach und die von CCSVI wußten, bereit, auf sich zu nehmen. Sie würden akzeptieren, daß es vielleicht nicht die erhoffte Wunderheilung bringt, und daß eine Hoffnung wieder einmal enttäuscht werden könnte.
Der gesunde Menschenverstand sagt, daß, wenn es sicher ist, sofort in großem Rahmen radiologische Untersuchungen und anschließende Behandlungen vorgenommen werden sollten. Man kann sagen, daß jede unnötige Verzögerung einer potentiell effektiven Behandlung nur zum Schaden Jener sein kann, die an der degenerativen Krankheit leiden, die wir MS nennen. Man kann auch weiter gehen und sagen, dies sei unverantwortlich.
„CCSVI“ sollte auf der ersten Seite jeder Zeitung in der Welt das Thema sein. Sie sollte von jeder MS-Gesellschaft wahrgenommen und untersucht werden, die im Namen von Betroffenen Gelder sammelt. Auf der Grundlage der erwiesenen Tatsachen ist eine Verzögerung intensiver Forschung unverantwortlich.
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